Projekte

 

 

MINTeinander bekommen wir das heraus!

Grundschüler und Kindergartenkinder arbeiten gemeinsam

an naturwissenschaftlichen Themen

 

Es hat schon Tradition: das MINTeinander - Projekt an der Kesperschule Witzenhausen, die seit 2016 auch offiziell als MINTfreundliche Schule ausgezeichnet ist. Bildung aus einem Guss, welche sich durch 3 Bildungsstufen spiralförmig aufeinander aufbaut - so ist das Projekt theoretisch aufgebaut und angesetzt und genau so wird es seit dem Schuljahr 2013/14 in gemeinsamer Kooperation der Kesperschule mit fünf Kindertageseinrichtungen Witzenhausens einerseits und der Johannisbergschule Witzenhausen andererseits erfolgreich durchgeführt.

Und nun war es wieder soweit: Erstklässler wurden zu kleinen Experten und versuchten Kindergartenkindern naturwissenschaftliche Zusammenhänge zu erklären. Nachdem die Kleinsten der Kesperschule in den letzten Wochen die Grundlagen des Themas „Schwimmen und Sinken“ im Sachunterricht erarbeitet hatten, bekamen sie jetzt Besuch von Kindern aus den Kindertagesstätten „Kesperknirpse“ und „Haus der kleinen Freunde - Ellerberg“. Nachdem man sich ein wenig beschnuppert und teilweise alte Bekannte wiedergetroffen hatte, wurden zunächst Lerntandems, immer bestehend aus einem Kindergartenkind und einem bis zwei Schulkindern, gebildet. Und dann konnte es auch schon losgehen! Aber genau wie richtige Forscher wurde vor der Durchführung erst einmal vermutet. „Es ist nicht schlimm, wenn man da nicht Recht hat. Da gibt es kein richtig und falsch“, erklärte in diesem Zusammenhang ein Erstklässler seinem kleinen Arbeitspartner. Anschließend wurde getestet: Ob dünner Eisendraht, Styroporplatte mit Löchern, Metallplatte, Kieselsteine oder Holzbrettchen, alles wurde in Wasserbehälter getaucht und genauestens beobachtet. Und als dann tatsächlich die kleine Stecknadel sang und klanglos unterging und der große, massive Wachsklotz scheinbar mühelos auf dem Wasser schwamm, wurden einige Kinderaugen ganz schön groß. Zum Glück konnten da die kleinen Kesperschüler helfen und Erklärungen geben wie „Es ist egal, wie schwer, die Nadel ist. Die ist aus Metall und Metall geht unter. Das ist immer so!“ Und langsam aber sicher ging auch den Kita-Kindern ein Licht auf: Es liegt nicht daran, wie schwer oder leicht ein Gegenstand ist, sondern woraus er besteht.

Und wenn ein Mädchen, das gerade zum erstem Mal zu Besuch in der Schule ist, am Ende scheinbar selbstverständlich feststellt: „Es liegt am Material! Der Holzklotz wird ganz sicher schwimmen, denn der ist aus Holz. Und alles, was aus Holz ist, schwimmt!“ dann wissen die beteiligten Erzieherinnen und Lehrerinnen, dass sich dieses Projekt einfach jedes Mal lohnt!

 

   

 

Darf ich dir das zeigen?“ „Kannst du das erklären?“

Ein Kooperationsprojekt zweier Schulen verbindet Schülerinnen und Schüler

-          Selbst Kindergartenkinder dürfen mitmachen

 

 

Dies waren nur einige der Sätze die während des MINT- Projektes zur Einheit Magnetismus in der Johannisbergschule zu hören waren. Das Projekt stellte eine Kooperation zwischen den 3. Klassen der Kesperschule Witzenhausen und den 6. Klassen der Johannisbergschule Witzenhausen dar.

An zwei Tagen in der letzten Woche arbeiteten jeweils ältere und jüngere Schülerinnen und Schüler in Tandems zusammen und erforschten verschiedene wissenschaftliche Zusammenhänge zur Anziehung und Abstoßung.

Die Lehrkräfte Frau Biniok (Klasse 3c), Frau Leser (Klasse 3a) sowie Frau Hanisch (Klasse 6), Herr Maier und Herr Deing hatten mit den Klassen Experimente an zahlreichen Stationen vorbereitet und aufgebaut. Da für alle Schülerinnen und Schüler einige unbekannte Stationen zur Auswahl standen, konnten sowohl die Sechstklässler als auch die Drittklässler voneinander lernen. Es herrschte ein arbeitsames Gemurmel  mit „Aha- Effekt“ und ein aktiver Austausch in den Gruppen. Jil (6. Klasse) stellte fest: „Es ist gar nicht so leicht, Lehrer zu sein.“ Luisa (3. Klasse) fand, dass es toll ist, etwas von größeren Schülern erklärt zu bekommen und ihnen etwas zu erklären. „Es ist schön etwas anderes zu machen als den normalen Unterricht“, bemerkte Ole (6. Klasse).

Alle Kinder waren sehr zufrieden mit dem Ablauf des Projektes. „Ich würde es weiterempfehlen- das kann man wieder machen“, sagte ein Junge der 6. Klasse. Die Schülerinnen und Schüler stimmten dem zu und besonders die Drittklässler waren sehr begeistert. 

Die Kinder der dritten Klassen brauchen darauf auch nicht lange warten. Das nächste Kooperationsprojekt steht schon im Juli an. Das Sachunterrichtsthema „Schwimmen und Sinken“ wird gemeinsam von den ersten und dritten Klassen der Kesperschule durchgeführt.

 

Das erprobte MINTeinander Projekt fand in diesem Schuljahr seinen mittlerweile dritten Durchlauf. Gleichermaßen kooperierten auch die Kindergartenkinder und die Schüler der 1. Klasse der Kesperschule miteinander. Ca. 50 Vorschulkinder aus 5 Kita Einrichtungen Witzenhausens wurden von den Experten der Klasse 1 bei verschiedenen Versuchen zur Anziehung und Abstoßung begleitet.

 

Bildung aus einem Guss, welche sich durch 3 Bildungsstufen spiralförmig aufeinander aufbaut. So ist das Projekt theoretisch aufgebaut und angesetzt und genau so wird es seit dem Schuljahr 2013/14 in gemeinsamer Kooperation erfolgreich durchgeführt.

 

 

 

 

 Witzenhausen, März/April 2016